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Projekt ChiParNet

Wie die Netzwerke von Kindern und Eltern sich gegenseitig beeinflussen und ihre sozialen Lebenswelten prägen

Das ChiParNet-Projekt untersucht, wie Kinder und Eltern ihre sozialen Kontakte wechselseitig beeinflussen. Anstatt nur den Einfluss der Eltern auf Kinder zu betrachten, erforscht ChiParNet, wie kindliche Freundschaften auch die sozialen Welten ihrer Eltern mitprägen. Hierfür werden Kinder verschiedenen Alters und ihre Eltern insgesamt drei Mal befragt.

Unsere Gesellschaft ist oft entlang von Herkunft, Religion, Bildung oder Einkommen gespalten. Diese Trennung sozialer Kontakte beginnt bereits in der Kindheit und setzt sich bis ins Erwachsenenalter fort. Doch wie entstehen solche Grenzen – und wie können sie überwunden werden?

Bisher argumentiert die Forschung meist, dass Eltern ihre Vorurteile an ihre Kinder weitergeben und deren soziale Kontakte beeinflussen. Das ChiParNet-Projekt geht einen entscheidenden Schritt weiter und untersucht die Wechselwirkung: Beeinflussen Kinder nicht auch, mit wem ihre Eltern Kontakt haben? Wenn zum Beispiel eine Schulklasse sehr vielfältig ist, knüpfen Kinder über Grenzen hinweg Freundschaften. Führt dies auch dazu, dass auch ihre Eltern offener werden und vielfältigere neue Kontakte knüpfen?

Um diese Frage zu beantworten, nutzt ChiParNet ein innovatives Studiendesign mit verschiedenen Altersgruppen – vom frühen Kindesalter bis zum Übergang in weiterführende Schulen. Jede dieser Gruppen wird über drei Befragungswellen im jährlichen Abstand begleitet. Dabei werden sowohl Kinder und Jugendliche als auch ihre Eltern und Erziehungsberechtigten befragt. Durch diesen kombinierten Blick können wir untersuchen, wie sich die sozialen Welten von Eltern und Kindern in verschiedenen Lebensphasen gemeinsam entwickeln und wechselseitig beeinflussen.

Adaptive Bildungskontexte