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Projekt KinAut

Kindergarten & Autismus

Das Projekt KinAut untersucht die Barrieren und Gelingensbedingungen für die Teilhabe autistischer Kinder im Alltag von Kindertagesstätten. Ziel ist es, unter Einbezug verschiedener Perspektiven, evidenzbasierte und praxisnahe Materialien für eine inklusive und autismussensible frühkindliche Bildung zu entwickeln. Die entwickelten Produkte werden gemeinsam mit Frankfurter Kindertagesstätten erprobt und evaluiert.

Das Projekt KinAut untersucht, welche Bedingungen autistischen Kindern die Teilhabe im Alltag von Kindertagesstätten erleichtern oder erschweren. Im Mittelpunkt stehen dabei die Barrieren, die durch die Gestaltung des KiTa-Alltags, die räumliche und soziale Umgebung sowie durch pädagogisches Handeln entstehen können. Um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, werden die Erfahrungen und Perspektiven autistischer Kinder und Erwachsener, von Sorgeberechtigten, pädagogischen Fachkräften, Einrichtungsleitungen und weiteren Expert*innen einbezogen. Ergänzend wird der Alltag in Kindertagesstätten beobachtet, um sicherzustellen, dass die Produkte stets in der pädagogischen Praxis verankert bleiben. Fachlich stützt sich das Projekt auf ein soziales Verständnis von Behinderung und knüpft an das Neurodiversitätsparadigma an.

Auf Grundlage der Forschungsergebnisse entwickelt KinAut evidenzbasierte und zugleich alltagstaugliche Materialien, die pädagogische Fachkräfte dabei unterstützen sollen, Barrieren zu erkennen und abzubauen. Dazu gehören ein Barrierebogen zur systematischen Erfassung von Barrieren im KiTa-Alltag, eine praxisnahe Handreichung mit Informationen und konkreten Anregungen sowie ein Kartenspiel, mit dem Barrieren gemeinsam mit Kindern thematisiert werden können. Zusätzlich wird eine videobasierte Fortbildung entwickelt, die in die Materialien und ihre Anwendung einführt. Die entwickelten Angebote werden gemeinsam mit Kindertagesstätten erprobt und wissenschaftlich evaluiert.

 

Adaptive Bildungskontexte