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Projekt BRISE-Interaktionsqualität

Teilprojekt der Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung

Das Teilprojekt „BRISE-Interaktionsqualität“ beschäftigt sich damit, wie die Effekte der Unterstützung der Familie und Kita sich auf die kindliche Entwicklung auswirken.

Die wissenschaftliche Begleitevaluation zur Bremer Initiative zur Stärkung frühkindlicher Entwicklung (BRISE) untersucht in einer Langzeitstudie systematisch die Effekte frühkindlicher Förderung auf die kindliche Entwicklung. Frühkindliche Förderung von Kindern aus sozioökonomisch und kulturell benachteiligten Familien dient der Prävention von Disparitäten im kognitiven und sozialen Leistungsstand. Die Erfahrungen aus BRISE sollen dazu beitragen, die Politik zu unterstützen, allen Kindern gleiche Chancen zu eröffnen, sie in ihrer Entwicklung zu fördern, zu beteiligen und zu schützen.

Im Rahmen einer abgestimmten Förderkette erhalten Familien verschiedene Unterstützungsangebote wie ProKind, HIPPY, Opstapje oder Lobo. Diese Maßnahmen beginnen bereits vor der Geburt und begleiten die Kinder bis zum Ende der ersten Grundschulklasse. Dabei werden bestehende, in den Familienalltag integrierte Unterstützungsformen mit institutionellen Angeboten verknüpft. Ziel des Projekts ist es herauszufinden, ob und in welchem Maß diese aufeinander abgestimmten Fördermaßnahmen die Bildungschancen von Kindern aus benachteiligten Verhältnissen verbessern. Dieses Teilprojekt von BRISE mit dem Schwerpunkt Interaktionsqualität beschäftigt sich speziell mit den Einflussfaktoren, Ausprägungen und Wirkungen der Lern- und Anregungsqualität im familiären Umfeld sowie der pädagogischen Qualität in Kindertageseinrichtungen.

Ausgewählte Publikationen:
  • Then, S., Wolf, K. & Anders, Y. (2024). Familiäre Determinanten des Medienkonsums im ersten Lebensjahr und die Rolle von familienunterstützenden Angeboten. Frühe Bildung, 13(2), 93-102. doi: 10.1026/2191-9186/a000665
  • Willard, J. A., Möwisch, D., Attig, M., Enke, S., Iken, P., Samdan, G., Then, S., & Weinert, S. (2026). Patterns of infants’ digital exposure in disadvantaged neighborhoods: Links to the family environment and toddler-age language. Developmental Psychology. https://doi.org/10.1037/dev0002120