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Projekt CA:PPA-LAS

Kognitive Aktivierung: Perspektiven und Praktiken für den Unterricht mit leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern

Das Projekt CA:PPA-LAS untersucht, wie leistungsschwächere Schüler*innen in heterogenen Grundschulklassen gezielt kognitiv aktiviert und beim vertieften Nachdenken unterstützt werden können. Dazu wird das Praxiswissen von Grundschullehrkräften systematisch erfasst und mit bestehenden theoretischen Konzeptionalisierungen kognitiver Aktivierung verknüpft. Auf dieser Grundlage sollen praxisnahe Empfehlungen und Workshops entstehen, die Lehrkräfte bei der Gestaltung eines adaptiven, kognitiv aktivierenden Unterrichts unterstützen.

Qualitätsvoller Unterricht berücksichtigt die individuellen Voraussetzungen aller Lernenden. Kognitive Aktivierung – das gezielte Anregen von Schüler*innen zum vertieften, zielgerichteten Nachdenken – gilt als eine der drei zentralen Unterrichtsqualitätsdimensionen und sollte folglich ebenfalls auf den Lernstand der Schüler*innen abgestimmt sein.

Gerade für leistungsschwächere Grundschüler*innen – etwa Kinder mit Lernschwierigkeiten, langsamen Lerntempo oder geringem fachspezifischem Vorwissen – ist ein „One-size-fits-all“-Ansatz unzureichend. In den meist heterogenen Grundschulklassen benötigen sie differenzierte Lernangebote sowie gezielte Unterstützung, um sich mit anspruchsvollen, kognitiv aktivierenden Aufgaben intensiv auseinandersetzen zu können. Die Gestaltung eines solchen Unterrichts stellt für Lehrkräfte allerdings eine Herausforderung dar. Obwohl es zahlreiche empirische Hinweise auf die Wirksamkeit kognitiv aktivierenden Unterrichts gibt, ist bislang wenig darüber bekannt, wie gezielt leistungsschwächere Schüler*innen im Unterricht kognitiv aktiviert werden können. Gleichermaßen fehlt es an einer evidenzbasierten Praxisanleitung, die darlegt, wie kognitiv aktivierender Unterricht für diese Lernenden gestaltet werden sollte.

Dieses Projekt nimmt sich der Aufgabe an, das Konzept der kognitiven Aktivierung für leistungsschwächere Schüler*innen zu konkretisieren und auf dieser Grundlage umsetzbare Empfehlungen für Lehrkräfte zu erarbeiten.

Ausgewählte Publikationen
  • Begrich, L., Praetorius, A.-K., Decristan, J., Fauth, B., Göllner, R., Herrmann, C., Kleinknecht, M., Taut, S., & Kunter, M. (2023). Was tun? Perspektiven für eine Unterrichtsqualitätsforschung der Zukunft. Unterrichtswissenschaft, 51(1), 63–97. https://doi.org/10.1007/s42010-023-00163-4
  • Fauth, B., Decristan, J., & Dumont, H. (2024). Kognitive Aktivierung und adaptiver Unterricht: Konzeptionelle Verbindungen und Weiterentwicklungen. In A. K. Praetorius, W. Wemmer-Rogh, P. Schreyer, & M. Brinkmann (Hrsg.), Kognitive Aktivierung unter der Lupe. Bestandsaufnahme und Möglichkeiten der Weiterentwicklung eines prominenten Konstrukts (S. 248–260). Waxmann. https://doi.org/10.31244/9783830999010
  • Praetorius, A.-K., Charalambous, C. Y., Vieluf, S., Steffensky, M., Göllner, R., & Fauth, B. (2025). Rethinking teaching-quality research: A reflection on the role of core working assumptions and possible pathways for future research. School Effectiveness and School Improvement, 36(2), 314–334. https://doi.org/10.1080/09243453.2025.2482575